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Krebstiere

Garnelen, Krabben, Hummer und Krebse gehören zu den häufigsten Auslösern von Lebensmittelallergien bei Erwachsenen. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund schätzt, dass 1 bis 2,5 Prozent der Erwachsenen in Deutschland auf Krebs- oder Weichtiere reagieren. Wer als Erwachsener eine solche Allergie entwickelt, behält sie meist.

Dieser Ratgeber ersetzt keine ärztliche Beratung. Ob du Krebstiere meiden musst, klärt eine Ärztin oder ein Arzt.

Was genau gemeint ist

Das Gesetz nennt „Krebstiere und daraus gewonnene Erzeugnisse“, ohne Ausnahme. Dazu zählen Garnelen und Shrimps, Krabben, Hummer, Langusten, Fluss- und Taschenkrebse, Scampi und Krill.

Muscheln, Schnecken und Tintenfische sind ein eigenes Allergen, die Weichtiere. Im Alltag heißen beide Gruppen Meeresfrüchte.

Eine Begriffsfalle: Nordseekrabben sind keine Krabben, sondern Garnelen.

Wo Krebstiere stecken

Offensichtlich sind sie in Garnelen-Spießen, Krabbencocktail, Hummer und Gerichten mit Meeresfrüchten wie Paella. Versteckt stecken sie in:

Namen auf der Zutatenliste

Achte auf: Garnele, Shrimps, Prawns, Crevette, Krabbe, Hummer, Languste, Flusskrebs, Taschenkrebs, Seespinne, Scampi, Krill, Garnelenpaste, Garnelenpulver, Garnelenaroma.

Beim Kochen

Das wichtigste Allergen der Krebstiere heißt Tropomyosin. Es ist ein Muskeleiweiß, sehr hitzestabil und löst sich gut in Wasser. Kochen macht Krebstiere nicht verträglicher. Weil es wasserlöslich ist, kann auch der Sud oder das Kochwasser das Allergen enthalten.

Schon sehr kleine Mengen können reichen. In seltenen, schweren Fällen lösen sogar die Dämpfe beim Kochen eine Reaktion aus. Beschäftigte in der Krabbenverarbeitung können allein durch das Einatmen eine Allergie entwickeln.

Kreuzkontakt entsteht über:

Verwandte Allergene

Tropomyosin ist bei vielen wirbellosen Tieren ähnlich gebaut. Wer auf Krebstiere reagiert, kann deshalb auch auf diese reagieren:

Ersatz

Hintergrund: Nordseekrabben auf Reisen

Deutsche Kutter landen in normalen Jahren rund 12.000 Tonnen Nordseegarnelen an. Gepult werden die meisten davon nicht hier, sondern in Marokko. Laut Landwirtschaftskammer Niedersachsen gehen über 90 Prozent dorthin, ein kleiner Teil nach Polen.

Der Grund: Die kleinen Tiere lassen sich kaum maschinell schälen, und Handarbeit ist in Marokko billiger. Früher pulten Familien an der Küste die Krabben in Heimarbeit. Das endete in den 1980er-Jahren wegen strengerer Hygieneregeln. Maschinen, die mit Druck oder Ultraschall schälen, werden erprobt, haben sich aber noch nicht durchgesetzt.

Rezepte ohne Krebstiere suchen

Eine eigene Zutatenliste prüfst du im Zutaten-Check.

Stand: Oktober 2026

Quellen

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